Was wir von Sex und Zitronen für Corona lernen können
Was wir von Sex und Zitronen für Corona lernen können

Was wir von Sex und Zitronen für Corona lernen können

Autorin: Kendra Rott-Gettel, 3.11.2020

Mentale Bilder haben eine unmittelbare Wirkung auf den Körper.

Passende mentale Bilder können Krankheiten günstig beeinflussen, heilen und viele andere scheinbar unmögliche Dinge möglich machen. Hier erfährst du, wie du dieses Potential in Corona-Zeiten nutzen kannst.

Stell dir vor, vor dir auf dem Tisch liegt eine Zitrone. Sieh, wie sie gelb und mit ihrer unebenen Schale vor dir liegt. Nun greifst du mit deiner Hand nach der Zitrone. Du kannst ihre Schale fühlen. Wenn du sie an deine Nase hältst, riechst du den leicht zitrusartigen Duft. Als nächstes legst du die Zitrone auf ein Schneidebrett, nimmst ein Messer und schneidest sie in der Mitte durch. Saft tropft auf das Brett.

Und nun nimmst du eine Hälfte der Zitrone und beißt hinein!

​Was passiert in deinem Mund, wenn du dir vorstellst, in die Zitrone hineinzubeißen?

Merkst du ein Zusammenziehen? Kommt ein säuerlicher Geschmack in deinen Mund? Verzieht sich vielleicht sogar dein ganzes Gesicht?

Ein anderes Beispiel: Stell dir vor, du schläfst mit einem anderen Menschen. Du berührst ihn, er berührt dich. Ich vermute jetzt einfach mal, dass du dabei eindeutige körperliche Reaktionen bekommst, obwohl gar kein anderer Mensch da ist 😉

Sowohl die Zitrone als auch die sexuelle Phantasie sind ein schönes Beispiel dafür, wie unser Körper auf geistige Bilder reagiert. Da passiert etwas ganz Konkretes in unserem Körper, da geschehen chemische Veränderungen, es werden Körperempfindungen und Gefühle ausgelöst, obwohl es gar keinen “wirklichen” Anlass gibt. Da ist keine Zitrone und da ist kein anderer Mensch, der einen berührt.

Ich liebe diese beiden Beispiele, weil sie jeden nachvollziehbar erleben lassen, dass geistige Bilder unmittelbare, beobachtbare und messbare körperliche Reaktionen nach sich ziehen!

Was ich auch sehr eindrücklich finde, ist folgendes Szenario: Hast du schon einmal erlebt, dass es dir einem Tag gut ging, zumindest normal, also nicht ausdrücklich schlecht, alles war in Ordnung, und dann sagte jemand: “Geht es dir gut? Du siehst irgendwie blass aus!”

Wenn du es schon einmal erlebt hast, wie hast du dich dabei gefühlt?

​Oder kennst du den umgekehrten Fall: Es geht dir wegen etwas nicht gut, und dann kommt ein Mensch und sagt: “Mach dir keine Sorgen! Du bist bald wieder gesund! Dein Problem wird sich lösen!” und du fühlst dich gleich ein Stückchen besser und siehst wieder Licht?

Wie wir daran unschwer erkennen, kann auch das, was uns andere Menschen sagen und wie sich andere Menschen uns gegenüber verhalten, in unserem Befinden beeinflussen. Und genauso hat das, was wir anderen Menschen sagen und wie wir uns ihnen gegenüber verhalten, Einfluss auf ihr Befinden. Und zwar ganz konkret, anfassbar, messbar.

Und die ganze Erkenntnis, dass der Geist den Körper beeinflusst, ist nun wirklich nicht mehr neu. Es gibt Scharen von Menschen, die mit diesen Prinzipien erfolgreich arbeiten: Hypnotherapeuten, Mentaltrainern, sonstige Heiler und Coaches. Die Hirnforschung kann es belegen und wie mittlerweile schon fast allgemein bekannt spricht ja sogar die Quantenphysik von der Steuerung der Materie durch den Beobachter.

Was hilft uns dieses Wissen in Bezug auf Corona?

Beim Thema Corona gibt es ja zwei Aspekte, die die Menschen verunsichern. Die erste Frage ist: “Kann ich krank werden und sterben?” Die zweite Frage ist: “Bin ich eine Gefahr für andere?”

Die Diskussion um diese beiden Fragen möchte ich aus der Perspektive der mentalen Herangehensweise erweitern. Bitte beachte, dass ich keine Ärztin bin und die medizinische Beurteilung eines Sachverhalts einem Arzt überlassen bleibt. 

Ich stelle hier dar, wie man einen Menschen mental unterstützen kann, was durchaus beinhaltet, Bilder zu gebrauchen, die von einem Spezialisten eines anderen Fachgebietes vielleicht anders beurteilt werden würden.

Frage 1: Kann ich von Corona krank werden und sterben?

Nun, überlegen wir einmal. Wird ein Mensch je krank oder stirbt, nur weil er mit einem Erreger in Kontakt gekommen ist? Wenn in einer Schulklasse 5 Kinder erkältet sind oder die Grippe haben, stecken sich alle anderen an? Gibt es nicht immer Menschen, die krank werden, und andere, die gesund bleiben? Haben Menschen nicht alle Arten von Seuchen auf diesem Planeten überlebt? Hat es je an dem bloßen Vorhandensein eines Erregers gelegen? Oder ist da nicht noch etwas anderes im Spiel? 

Das kann man auch bei Corona fragen. Wenn man nachforscht, an was die Menschen gestorben sind, die als Corona–Tote zählen, stellt man fest, dass die offizielle Zählweise jeden Menschen, der stirbt und einen positiven Corona-Test hatte, als Corona-Toten in die Statistik miteinbezieht, auch wenn er Krebs oder eine sonstige Vorerkrankung hatte oder an einem Motorradunfall gestorben ist! Und dass bei der überwiegenden Zahl der Fälle eine andere Erkrankung gewichtiger war!

Trägt also ein Erreger die Schuld? Oder ist eher der individuelle Zustand des Menschen maßgeblich, in welcher Verfassung er ist? Der Zustand seiner Psyche und seines Immunsystems?

Was schützt mehr? Zu versuchen, um jeden Preis den Kontakt mit einem einzelnen Erreger zu vermeiden, oder dafür zu sorgen, dass man mental und körperlich fit ist? Vor einiger Zeit habe ich erfahren, in welch ungeheurem Ausmaß wir zu jedem Zeitpunkt von einer unzählbaren Zahl an Kleinstlebenwesen umgeben sind und in uns tragen. Schätzungen besagen, dass bis zu 3% unserer Körpermasse aus Bakterien bestehen! Und diese Bakterien sind für unser Funktionieren und Überleben notwendig. Das deutet ja wirklich auf ein hochkomplexes System hin. Können wir mit Bestimmtheit sagen, dass ein bestimmtes dieser kleinen Teilchen Krankheit verursacht – und die anderen nicht? Wenn Bakterien und Viren wirklich gefährlich sind und es so unendlich viele von ihnen gibt, müsste es nicht mehr Krankheiten geben?

Aber zurück zur Sicht des Mentaltrainers. Wir wissen, dass was wir denken unseren Körper direkt beeinflusst, unabhängig davon, was sonst noch für Faktoren im Spiel sind. Das ist unser Handwerkszeug. Ich weiß, dass ich die Gesundheit oder Krankheit eines Menschen direkt dadurch beeinflussen kann, wie ich mit ihm spreche. 

Was eine Zitrone kann, kann ich schon lange.

Wenn ich das System eines Menschen stärken möchte, gebe ich ihm Bilder, die genau das vermitteln. Stärke, Gesundheit. Ich tue alles, was nötig ist, um in diesem Menschen die Überzeugung enstehen zu lassen, dass das, was er hat, nicht weiter schlimm ist und selbstverständlich wieder in Ordnung kommen kann. Die Intelligenz des Lebens ist so erstaunlich. Alles ist möglich. Ich werde das Denken des Betreffenden weglenken von Symptomen und Ängsten und hinlenken zu dem, was an ihm gesund ist und gut funktioniert, auf Möglichkeiten, auf Inspiration.

Wie gesagt, das ist meine Arbeit als Mentaltrainer und steht nicht in Widerspruch zum Wirken von Ärzten oder sonstigen Therapeuten. Jeder arbeitet auf seinem Gebiet.

Dazu hatte ich vor einiger Zeit ein lustiges Erlebnis mit meiner vierjährigen Tochter: Sie kam weinend zu mir, weil sie sich an einem Finger wehgetan hatte. Ich kam auf die Idee, sie bei allen anderen 9 Fingern einzeln zu fragen, ob auch diese weh täten. Das brachte sie dazu, 9 Finger lang zu dem Ergebnis zu kommen, dass der jeweilige Finger nicht weh tut. Ihr Gehirn bekam also fleißig die Botschaft “Finger tut nicht weh!”

Danach tat auch der andere Finger nicht mehr weh und meine Tochter ging wieder spielen!

Vielleicht fragst du: “Aber was, wenn es nicht stimmt? Wenn der Mensch dann doch nicht gesund wird? Habe ich ihn dann nicht angelogen?”

Nein. Du kannst einem Menschen nicht folgenlos etwas suggerieren. Wenn du ihm positive Bilder gibst, geschieht auch etwas Positives. Natürlich hast du nicht unter Kontrolle, wie weit das geht. Doch du hast Einfluss. Mit jeder positiven Aussage hilfst du dem System des Menschen, stärker zu werden. Und es gibt genug Fälle, in denen es ausgereicht hat, dass nur ein Mensch einem Kranken mit festem Blick in die Augen geschaut und gesagt hat: “Du wirst wieder gesund!” um beim Kranken innerlich einen Schalter umzulegen und einen Heilungsprozess anzustoßen.

​Das Problem ist nicht, jemandem etwas falsches Positives zu suggerieren. Das Problem entsteht, es zu unterlassen oder ihm gar etwas Negatives zu suggieren. Sag einem Menschen, der krank ist und sich Sorgen macht, dass seine Lage wirklich ernst ist und du dir auch Sorgen machst, und du hast den besten Weg gefunden, seine Stresshormonausschüttung zu erhöhen und sein Immunsystem dadurch zu schwächen.

Vielleicht bist du ein Fan von “Startrek” und erinnerst dich an eine Folge, in der es genau darum ging. Die Crew der Voyager fand Leute in einem Schlafzustand, in dem sie von einem kollektiven Angsttraum beherrscht wurden. In dem Traum gab es einen Charakter, der den Leuten so viel Angst machte, dass zumindest einer (ich erinnere mich nicht genau wie viele) während er im realen Leben schlief einen Herzstillstand bekam und starb. Dabei war er in Wirklichkeit in einer absolut sicheren Umgebung. Die Gefahr bestand nur in seiner Vorstellung, im Traum, doch sie genügte, um ihn körperlich umzubringen.

Selbst erfüllende Prophezeiung.

Das macht deutlich, was gerade kollektiv geschieht.

Was lösen die Bilder aus, die seit Monaten in den Medien laufen? Gesundheit? Zuversicht? Stärke? Wird das Immunsystem durch die Bilder in den Medien gestärkt oder geschwächt?

In was für einem Zustand sind die Menschen? 

Trägt dieser Zustand zu ihrer Gesundheit bei?

Auf jeden Fall, und das ist das Entscheidende, kannst du mit deinem Denken ganz schnell, gezielt und direkt auf den Zustand deines Systems und das System anderer positiv Einfluss nehmen!

Frage 2: Bin ich eine Gefahr für andere?

Ausgehend von der Erkenntnis, dass nie ein Erreger für sich genommen eine Gefahr darstellen kann, sondern es auf andere Faktoren ankommt, wie würde deine Antwort darauf lauten?

Bist du per se eine Gefahr für andere? Oder bist du nicht vielmehr spätestens jetzt mit dem Wissen um die Macht, die deine Suggestionen auf die Abwehrkräfte haben können, jederzeit in der Lage, anderen wirksam zu helfen? Bist du nicht eher eine heilende Präsenz, die hilft, gut tut, stärkt? Egal ob sie Corona haben oder was auch immer. Sei ihnen gegenüber positiv, verbreite gute Laune, lenke ihren Blick auf das Gute im Leben, erinnere sie daran, was sie am Leben lieben und wofür sie leben. 

“Vernachlässige ich dabei nicht zu sehr die Fakten”, fragst du dich vielleicht, “wenn es da draußen wirklich einen gefährlichen Erreger gibt – nicht dass wir leichtsinnig werden!!!”

Nein, ich weiß, du bist nicht leichtsinnig. Ich weiß, dass jeder Mensch, wenn er in sich hineinhört, genau weiß, wie er sich in welcher Situation zu verhalten hat. Ich bin da völlig entspannt. Niemand will von Natur aus einem anderen schaden. Nur Menschen, die selber angstgesteuert sind, zeigen suboptimale Verhaltensweisen. Also ist das Wichtigste: Raus aus der Angst, klar werden, in sich hineinhören. 

Woher wissen die Zugvögel, wann es Zeit ist, nach Süden zu fliegen, und wohin sie fliegen sollen? Weil sie es einfach “wissen”. Dieses “Wissen” haben auch wir Menschen in uns. Das Leben dirigiert uns, und dieses Leben hat kein Interesse daran, irgendjemanden leichtfertig in Gefahr zu bringen oder umzubringen. Das Leben hat dich ins Leben gerufen, weil es ein Interesse daran hat, dass du lebst, dass du Teil der Sinfonie des Lebens bist. Das Leben drückt sich durch dich aus, erfährt sich durch dich. Du sollst hier sein, und wenn du auf dein inneres Wissen hörst, kannst du immer wissen, wie du dich zu verhalten hast.

Man könnte es auch dein inneres Navi nennen, dein Bauchgefühl oder deine innere Führung. Auf jeden Fall sorgt dieses Navi dafür, dass du dich in jeder Situation adäquat verhältst. Wenn du Abstand halten sollst, wirst du es wissen. Wenn es sicher oder sogar wichtig ist, keinen Abstand zu halten, weil der andere Nähe braucht wie z.B. dein weinendes Kind, wirst du es wissen. Wenn etwas gefährlich ist und du aus der Situation gehen sollst, wirst du es wissen. Wenn es ein Problem gibt, wird dir mitgeteilt, wie du es lösen kannst. 

Muss ich eine Maske tragen? Dein inneres Wissen weiß es. Soll mein Kind eine tragen? Auch das weiß dein inneres Wissen. Soll ich die Oma besuchen oder nicht? Frage das innere Navi!

Das Leben ist auf Kooperation und Miteinander ausgelegt. Schau in die Natur, schau wie ein Wald funktioniert. Kooperation. Wir sind alle ein Organismus, dessen Zellen zusammenarbeiten, sich gegenseitig helfen.

Würde das Leben dich als “wandelnde Biowaffe” in die Welt schicken, die andere gefährdet oder gar umbringt? Würde dies nicht einem zentralen Gesetz des Lebens widersprechen? Genauso wie die Vorstellung von Distanz und Isolierung? Wenn die Zellen eines Organismus aufhören, miteinander zu kommunizieren und sich gegenseitig zu helfen, was passiert dann mit dem Organismus…?

​Du kannst darauf vertrauen, dass das Leben dich beschützt, weil es sich weiter durch dich ausdrücken und erfahren will. Solange du noch Ideen hast, Dinge, die du erleben willst, weißt du, das Leben hat noch etwas mit dir vor, denn die unendliche Intelligenz, die das Leben lenkt, gibt dir deine Ideen ein, will deine Existenz.

Und das hört nie auf, denn abgesehen davon sind wir Menschen ohnehin keine Körper und unsere Existenz endet nicht, nur weil wir irgendwann einmal keinen Körper mehr haben. Das Leben drückt sich dann weiter durch uns aus, nur ohne Körper – oder durch einen anderen? Was weiß ich. Jedenfalls ist das ohne Körper vielleicht sogar ganz praktisch. Wenn ich mir so überlege, wie viel Zeit für die Pflege und Erhaltung des Körpers draufgeht, ist so ein Leben ohne Körper womöglich etwas, auf das wir uns freuen können, anstatt davor Angst zu haben!

Ok, dieses Thema sprengt jetzt den Rahmen, und eigentlich geht es hier ja nur um Corona, Sex und Zitronen ;-).

Von dem Sex und den Zitronen lernen wir, dass wir jede Situation mental beeinflussen können, und nicht nur können, sondern es tun. Wir hören nie auf, mental unsere Finger im Spiel zu haben, wir sind immer beteiligt. In jedem Augenblick geben wir uns selbst und anderen Menschen Botschaften, die sie entweder stärken oder schwächen. Dem können wir nicht entkommen. Wir müssen uns entscheiden. Eine andere Art, dies auszudrücken lautet auch: Angst oder Liebe?

Die Macht der Entscheidung ist dein! 🙂

Entscheide dich, dem Leben zu vertrauen anstatt der Angst, und du wirst erleben, dass dein Vertrauen gerechtfertigt ist und das Leben dir bereitwillig entgegeneilt. 

Bildquellen: Olichel/ Pexels/ Hai Ngyuyen Tien/ Dean Moriarty/ Pexels/ Alexas, jeweils Pixabay

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